Französische Quellensteuer

Frankreich hat am 1. Januar 2013 neue Gesetze zur Quellensteuer erlassen. Das neue System sieht eine pauschale, aber nicht endgültige Steuer auf von Privatpersonen erzielte Zinseinkünfte und Dividenden vor (prélèvement forfaitaire non libératoire). Die Steuersätze liegen bei 24 % bzw. 21 %.

Zusätzlich zur Quellensteuer müssen Einwohner Frankreichs auch Sozialabgaben leisten. Dies ist eine zusätzliche Steuer zur Quellensteuer. Diese Steuer wird weiter in verschiedene Komponenten aufgeteilt:

  • Prélèvement CSG: 8,2 %
  • Prélèvement CRDS: 0,5 %
  • Contribution sociale permanente: 4,5 %
  • Prélèvement CAPS: 0,3 %
  • Prélèvement de solidarité: 2,0 %

Dies ist keine endgültige Steuer wie in Deutschland oder Österreich. Die endgültige Besteuerung erfolgt zum Zeitpunkt der Einkommensbesteuerung. Die Quellensteuer wird zur Verrechnung (crédit d’impôt) der fälligen Steuern verwendet.

Frankreich wendet den Informationsaustausch der EU-Richtlinie zur Besteuerung von Zinserträgen an und meldet die Europäischen Quellensteuereinkünfte den Finanzbehörden im Aufenthaltsland des Kontoinhabers.